Australien 1998

Freiheit pur : 16 000 km durch Australien.

Werde ich gefragt, welches Land mir am besten gefallen hat, muss ich nicht lange überlegen.Für mich ist es Australien.Freiheit,die wilden Naturschönheiten und ein hilfsbereites, humorvolles Volk haben das Land zu meiner `Nummer1`werden lassen.
Die letzte Gelegeheit noch einmal das Land außerhalb der (Schul)Ferienzeiten zu bereisen,da meine Tochter Melanie damals gerade 6 Jahre geworden ist.
Am 1. Mai 1998 war es dann soweit und es ging zum 2. Mal für 6 Wochen nach Australien
Mit der Bahn von München nach Frankfurt, dort mit der Philippine Airlines über Manila und Melbourne nach Sydney.
Am Flughafen angekommen, bestiegen wir unser Leihauto. Wild vor Tatendrang und Freude wieder in Australien zu sein, konnte uns nicht einmal das Jetleck und der Linksverkehr bremsen.
Dieses mal wurde die süd/westliche Route über das Nulllabor gewählt.
Natürlich gibt es Bus- und Bahnverbindungen, aber schon bei meinem 2 monatigem Aufenthalt in Australien während meiner Weltreise habe ich das Auto schätzen gelernt und die Kosten rechnen sich. Mit Zelt und Schlafsack im Gepäck, unterwegs Lebensmittel einkaufen spart Unterkunft und Restaurantbesuche. Bei den Naturschönheiten und frei lebenden Tieren, die einem ständig unterwegs begegnen, wäre es gerade zu ein Frevel an die Fahrzeiten und Routen von öffentlichen Verkehrsmittel gebunden zu sein.

Ein paar Stationen:
(Reiseroute: Linie in der Karte)
Sydney / BrokenHill / Port Augusta / Nulllabor / Kalgoorlie / Perth /
Monkey Mia / Pilbara / Broome / Kimberley`s / Wyndham / Katherine / Tennant Creek / Mont Isa / Cains / Daintree River / Rockhampton / Brisbane / Sydney

Von Sydney nach Perth
Um viel Zeit für die Westküste zur Verfügung zu haben, wagten wir eine Mammutfahrt von Sydney bis Perth. In 60 Stunden fuhren wir, abwechselnd (2 Fahrer) am Steuer, die 4 000 km herunter. Manch einer mag nun irritiert den Kopf schütteln aber das Verkehrsaufkommen ist derart gering, dass man sich schon freut wenn man alle 200-300 km einem Auto `begegnet`. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr stellen allerdings die dämmerungsaktiven Känguruhs dar. Sie stehen am Straßenrand wie Anhalter und wenn sie los springen wechseln sie oft blitzschnell die Richtung. Wir hatten südlich der Flinders Range auf einer Strecke von ca. 250 km an die 40 toten Tiere gezählt. Manchem Tierliebhaber mögen dabei die Haare zu Berge stehen, aber die australischen Roadtrains (Tracks) dürfen bis zu 52 Metern Gesamtlänge haben. Das entspricht 3 Sattelauflieger oder 4 Anhängern und einem Ladegewicht von ca 150 Tonnen, man kann sich vorstellen, dass diese nur schwer zu bremsen sind. Nicht einmal vor Rinderherden wird halt gemacht und so manches Rindvieh sieht man als verendetes Tier auf den Straßen.

Entfernung ist relativ.
Eine weitere Kuriosität sind die Tankstellen im weiten Land. Aber warum nicht? Platz genug ist ja da und warum sollte dann das Flugzeug nicht eben mal zu tanken hinter der Tankstelle landen. Oft sind sie gleichzeitig Kommunikationszentren, Laden und Pup. Um die Ecke wird `wild` gecampt falls es im Pup mal länger geworden ist. Schließlich wohnt man ja nicht gleich um die Ecke. Will man schnell mal den Nachbarn besuchen spricht man nicht selten von einer Tagesreise.

 

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